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Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview

Die 18-jährige Lina Erpenstein macht sich auf den Worldcup zu erobern. Wie die junge Waveriderin das vor hat, lest ihr hier!

Von Lina Erpenstein können sich die meisten Jungs noch eine Scheibe abschneiden! Als sie 15 war, konnte sie ihre Eltern von einem Auslandssemester in Tarifa zu überzeugen. Seitdem ging es mit der Windsurfkarriere steil bergauf und inzwischen ist die Schülerin eine der besten deutschen Waveriderinnen. Auf Sylt gewann sie letztes Jahr ihren ersten Worlcup-Heat und im Januar dieses Jahres wurde sie von der ‚boot‘ zum Talent des Jahres erkoren. Dabei kommt Lina aus Aschaffenburg - dem Punkt Europas, wo man von allen Küsten am weitesten entfernt ist.

Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview
Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview

Hallo Lina! Du kommst aus dem eher beschaulichen Aschaffenburg. Wie kommt man dort dazu Windsurferin mit einer Vorliebe für die Welle zu werden?
Wave stand natürlich nicht von Anfang an fest. Wie bei allen anderen hat es natürlich mit Segel hochziehen und Wasserstart angefangen. Mein Vater ist Windsurfer und da habe ich damals als Kind schon immer zugeguckt, wenn er auf dem Wasser war. Windsurfen hat mich damals schon fasziniert! Meine Mutter konnte dann auch irgendwann ziemlich gut surfen. Dann musste ich das natürlich auch lernen! Ich hab dann aber irgendwann gemerkt, dass Flachwasser nicht das ist, was mir Spaß macht. Ich bodyboarde und wellenreite zum Beispiel schon ziemlich lang und deshalb hat es mich schon recht früh in die Wellen gezogen.

Wie konntest du das von Aschaffenburg aus machen? Deine Heimat ist definitiv nicht als Wave-Mekka bekannt.
Ich hab nicht einmal einen See bei mir Zuhause! Ich habe also auch keinen Homespot. Mein Homespot sind eigentlich die Ferien. Dann geht’s los zum Surfen. Wir waren mit der Familie immer viel in Naxos und in Tarifa. An den Spots habe ich Windsurfen gelernt. Naxos war für den Einstig super, da es ein Stehrevier ist.


Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview

Du hast dieses Jahr das erste Mal bei einem Worldcup teilgenommen und auch schon deinen ersten Heat gewonnen! Den Profizirkus kanntest du bis dahin nur aus Magazinen und Videos. Wie fühlt sich das an, auf einmal mittendrin zu sein?
Erst einmal ist es der Wahnsinn wenn man dort herumläuft und die ganzen Stars sieht, denen man jahrelang nachgeeifert hat um jetzt gegen sie anzutreten! Die Stimmung hat mir sehr gut gefallen.Es ist nicht so, dass zum Beispiel Gollito oder die Morenos einfach nur an dir vorbeilaufen. Es ist kein Tabu mit denen zu reden und die sind sehr offen und freundlich.

Hast du bestimmte Vorbilder, die dich motivieren auf’s Wasser zu gehen?
Einige! Als erstes natürlich die Moreno Twins, weil die beiden einfach seit Jahren außer Konkurrenz fahren. Wer mich auch sehr inspiriert ist die Steffi Wahl. In meinen Augen ist sie in der Welle wirklich die beste. Auch wie sie den Sport sieht, wie viele Reisen sie macht und wie sie mit den Menschen umgeht. Sie bringt einfach Freude in die Welt. Und das ist neben dem Windsurfen am wichtigsten.



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