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John Carter - der Mann am Abzug

Es gibt wohl keine Ausgabe eines Windsurf-Magazins, in dem wir nicht von Bildern von John Carter in den Bann gezogen werden. Und auch für unser Magazin ist er der wichtigste Bilderlieferant. Auf jedem Event der PWA Worldtour hält „JC“ - so wird er von allen Worldcuppern liebevoll genannt - die Action in spektakulären Bildern fest.

Doch wer ist der Mann hinter der Kamera? Eine berechtigte Frage und wir wollen die überfällige Antwort liefern. Aus diesem Grund trafen wir John Carter auf dem Worldcup Sylt zum Interview.

Hallo John, jeder Windsurf-Interessierte kennt deine atemberaubenden Bilder. Doch wir wissen wenig über deren Ursprung. Wo kommst her, wie bist du zu deinem Job gekommen?
Also erst Mal danke für das Kompliment. Ich bin auf der Isle of Wight groß geworden. In meiner Kindheit sind wir oft ans Meer gefahren. Und naja, wenn du auf einer Insel groß wirst, hast du immer ein paar Sehnsüchte, die in der Ferne liegen. Um Geld zu verdienen, habe ich dort in einem Postamt gearbeitet.

In einem Postamt?
Kein Witz, ich habe Postkarten und Briefmarken an die Touristen verkauft. Und mich einige Zeit über Wasser gehalten.

Und mit dem Job warst du zufrieden?
Nein, nicht wirklich. Mein bester Freund und damaliger britischer Wavechampion, Nigel Howell, kam auf mich zu und erzählte mir von seinen Plänen nach Australien zu reisen. Er suchte nach einem Fotographen und fragte mich, obwohl ich überhaupt keine Ahnung von professioneller Sportfotografie hatte. Das muss so 1988 gewesen sein.

John Carter - der Mann am Abzug
John Carter - der Mann am Abzug

Wie ging es dann weiter?
Ich hatte genug Briefmarken und Postkarten verkauft. Kurz nach Nigels Anfrage sagte ich zu, kündigte meinen Job und wir reisten ein Jahr durch Australien.

Taugten die Fotos was? Schließlich warst du ja noch Hobby-Fotograf.
Die Fotos wurden ganz gut. Und nach dem Trip wollte ich nichts anderes mehr machen als zu Fotografieren und zu Reisen. Nach meiner Tour durch Australien buchte ich mir einen Flug nach Amerika und fotografierte Landschaften und suchte mir touristische Motive, wie den Grand Canyon. Ich hab zwei Jahre nichts anderes gemacht und mich während meiner Reisen umfangreich weitergebildet.


John Carter - der Mann am Abzug

Du bist also ein Autodidakt, was Fotos angeht?
Genau. Alles, was ich jetzt kann hab ich mir selbst beigebracht.

Du bist bekannt für deine Bilder, die du für die PWA-Worldtour schießt. Wie bist du Fotograf der PWA geworden?
Für mich war Windsurfen immer ein interessanter Sport. Ich verbrachte nach meinen ersten Reisen drei Winter auf Maui. Dort hielt ich mich mit den verschiedensten Jobs über Wasser. Zusammen mit meinem Freund Rich Foster betrieben wir einen Hausbesorgungsdienst für Mauis gut situierte Bewohner. In jeder freien Minute knipste ich die Windsurf-Elite auf dem Wasser.

Und wie ging es weiter?
Um es kurz zu sagen: Die Jobs im Windsurf-Sport sind gezählt. Entweder du verdienst als Fotograf Geld mit deinen Bildern, die du an Magazine verkaufst – was ich eine ganze Zeit lang gemacht habe und immer noch tue, oder du arbeitest für die PWA. Ich kannte die Jungs bei der PWA und als der aktuelle Fotograf dort aufhörte, machten mein Freund Alex Williams und ich weiter. Und als Alex 2004 aufhörte, fotografierte ich alleine für die PWA.



Alle Bilder (23):
Björn Dunkerbeck und Robby Naish: Ein seltener Moment.
Schöne Aussichten!
JC in Patagonien.
Timo Mullen: Regenbogen zum Frühstück.
Patagonien.
Ross Williams auf einem beeindruckendem Bild von JC.
Wer Wahl hat, hat die Qual! Und wenig Platz im Büro.
Argentinien.
Perfekte Lines auf einem perfekten Foto.
JC, Scotty Mc Kercher und Timo Mullen.
Timo Mullen spielt mit dem Licht.
Boujmaa und Kevin: Wer darf zuerst?
Mood!
JC und sein reichhaltiges Handwerkszeug.
Robby Naish und Björn Dunkerbeck.
Ricardo Campello und ein Langnasenigel.
Wellen-Power.
John Carter im Selbstportrait. Er nimmt uns auch hier die Arbeit ab.
JC's Heimat Isle of Wight.
Vorbereitung zum Heli-Shoot auf Maui.
Timo Mullen in Action...
Kevin Pritchard von JC in Szene gesetzt.


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